Köln kenne ich schon seit meiner Kindheit. Den Dom, den Rhein, die Altstadt – alles vertraute Orte. Aber wenn man als Fantasyautorin durch die Stadt läuft und sich fragt, wo sich wohl Geister, Dämonen und andere magische Wesen verstecken könnten, sieht man plötzlich einiges mit anderen Augen. 😉
Dabei sollte Alex in ihrem dritten Abenteuer ursprünglich gar nicht in Köln landen!
Meine erste Idee war, dass sie sich nach ihrem Abenteuer in Frankfurt in Band 2 in einem Hotelzimmer mit Blick auf die Gedächtniskirche in Berlin wiederfindet. Doch dann gab es ein paar logistische Schwierigkeiten: Von Frankfurt aus wäre Erik zu lange unterwegs gewesen, Tante Rosie sollte unbedingt wieder mitspielen und für den vierten Band hatte ich bereits Düsseldorf vorgesehen.
Also wurde aus Berlin schließlich Köln. Und je mehr ich mich mit der Stadt beschäftigte, desto klarer wurde mir, wie gut sie zu meiner Geschichte passte. Mit ihrer langen Geschichte, dem Dom und dem Rhein bietet Köln schließlich jede Menge Möglichkeiten für übernatürliche Begegnungen.
Einige Szenen entstanden deshalb direkt aus den Orten, die ich bei meinem Recherchetrip entdeckt oder noch einmal genauer angeschaut habe.
Der Klarenaltar und der arme Drache
Im Dom suchte ich nach einer passenden Ecke für die Szene mit dem Domgeist. Dabei entdeckte ich den Klarenaltar im Seitenschiff und das Lesepult mit dem armen Drachen. Das musste einfach in die Geschichte!
Es sind manchmal solche Details, die einer Szene erst ihre konkrete Gestalt geben. Ich wusste, dass Alex im Dom einem Geist begegnen würde. Aber wo genau das passieren sollte, ergab sich erst vor Ort.
Wenn ihr euch den Klarenaltar anschauen möchtet, findet ihr hier ein Foto und weitere Informationen.
Die Haltestelle am Heumarkt
Die unterirdische Haltestelle der Linie 5 am Heumarkt hat mich schon vorher fasziniert. Sie wirkt riesig, und wenn dort nur wenige Menschen unterwegs sind, hat sie für mich etwas Unheimliches. Für eine Geschichte mit Geistern ist das natürlich ziemlich praktisch. 😉

Dort spielt die Szene mit Mara und den Geistern. Wer die Haltestelle kennt, wird sie beim Lesen vielleicht wiedererkennen – und beim nächsten Mal die Rolltreppe mit etwas anderen Augen betrachten.

Die Annoköpfe
Die Annoköpfe werden auch Grinköpfe genannt. Diese steinernen Fratzen findet man an verschiedenen Hausfassaden in der Kölner Altstadt. Man muss nur hinschauen!
Für meine Geschichte waren sie natürlich ein wunderbarer Fund. In einer Stadt, in der solche Gesichter an den Häusern hängen, muss man sich über magische Wesen doch eigentlich nicht wundern.

Die Häuserdurchgänge und eine erfundene Weinstube
Auch die Häuserdurchgänge gibt es wirklich in der Kölner Altstadt. Die Weinstube von Max allerdings leider nicht.

Hier verbinden sich also die echten Schauplätze mit meiner erfundenen Welt. Die Gassen und Durchgänge könnt ihr selbst erkunden. Für einen Besuch bei Bax müsst ihr dagegen das Buch aufschlagen. 😉

Die Linde am Rhein
Auch die Linde, die in der Geschichte vorkommt, gibt es wirklich. Sie steht am Deutzer Rheinufer auf der Herbert-Liebertz-Wiese.

Ich mag es, wenn neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch ein einzelner Baum seinen Platz in der Geschichte bekommt. Für Alex kann schließlich auch dort etwas Wichtiges passieren.
Die Rodenkirchener Brücke
Von der Rodenkirchener Brücke bin ich schon seit Jahren fasziniert. Für mich ist sie die schönste Brücke in Köln. Deshalb wollte ich sie unbedingt in die Geschichte aufnehmen.

Als ich zur Recherche dort war, habe ich sogar den perfekten Eingang gefunden.

Wofür?
Das verrate ich hier natürlich nicht! 😉 Dafür musst du das Buch lesen, das es hier bei Amazon zu kaufen gibt! (Affiliate Link)
Vielleicht habt ihr beim Lesen Lust, den einen oder anderen Schauplatz selbst zu entdecken. Mich würde jedenfalls interessieren: Kennt ihr diese Orte – und gibt es eine Ecke in Köln, an der ihr euch eine Begegnung mit einem Geist vorstellen könnt?
