Frankfurt oder warum mir Recherche vor Ort wichtig ist

Frankfurt – Oder warum mir Recherche vor Ort wichtig ist

Warum leben in meiner Urban-Fantasy-Reihe ausgerechnet in Frankfurt Drachen – und zwar unter den Bankenhochhäusern? Diese Frage wurde mir auf der Unternehmerinnenmesse letztes Wochenende so oft gestellt, dass ich sie heute mal beantworte: Es war die Logik der Stadt selbst, die mich dazu inspiriert hat. Wo sonst sollten heutzutage Drachen in Deutschland wohnen, wenn nicht dort, wo der Finanzmarkt ist.

Frankfurt kannte ich bisher vor allem als Besucherin der Buchmesse. Doch als ich letztes Jahr an meinem Geburtstag gezielt zur Recherche dort war, entdeckte ich eine ganz andere Seite der Stadt. Ich stand auf dem Maintower, bin durch die Lobby der Commerzbank gelaufen und habe einen Aperol Spritz in dem Hotel getrunken, in dem Alex und Erik in meiner Geschichte wohnen. Das ist mittlerweile ein liebgewonnenes Ritual für mich geworden, denn ich habe immer das Gefühl, dass sie gleich um die Ecke kommen. Auch die Passage, wo Konrads Laden ist, hatte ich durch Zufall entdeckt.

Doch dann kam der entscheidende Tipp einer lieben Freundin: den Eisernen Steg einzubauen – eine Brücke, die ich noch nie betreten hatte. Das Schicksal meinte es gut mit mir: Ende Januar führte mich ein beruflicher Termin nach Bad Homburg, und ich richtete die Fahrt so ein, dass ich noch zwei Stunden in Frankfurt hatte.

Mein Weg führte durch die neue Altstadt zum Eisernen Steg – und gleich zu Beginn entdeckte ich bei einem Juwelier ein Poster, auf dem Engelamulette beworben wurden. Das musste ich natürlich in die Geschichte einbauen.

Schutzengel Amulett bei einem Frankfurter Juwelier
Die Skyline

Dann bin ich noch in den Dom – und beging einen klassischen Fehler: Ich dachte „Ach, der ist ja klein im Vergleich zum Kölner Dom.“ Prompt zerbrach draußen mein Regenschirm im Schneeregen, als wollte Frankfurt mir zeigen, dass es das nicht auf sich sitzen lässt.

Das ehemalige Drachengäßchen
Das ehemalige Drachengäßchen

Ich ließ mich nicht abschrecken und kämpfte mich weiter zum Eisernen Steg. Dort war ich froh, dass ich durchgehalten hatte – denn nur auf Bildern hätte ich die Atmosphäre dieser Brücke nicht erleben können:

Der Eiserne Steg

„Die Bauweise hatte einen merkwürdigen Effekt auf mich. Als ich den ersten Pfeiler hinter mich gelassen hatte, verlief die Brüstung in einem Bogen nach unten, sodass ich das Gefühl hatte, sowohl dem Fluss wie auch dem Himmel viel näher zu sein.
(Aus: „Der Drache in Frankfurt„)

Außerdem war ich verzaubert von der Skyline im Nebel und stellte mir vor, wie die Drachen es schön warm unter den Wolkenkratzern haben.

Die Skyline im Nebel vom Eisernen Steg aus gesehen

Die nächsten beiden Bände spielen zum Glück in Städten, die näher an meinem Wohnort liegen. In Köln steht noch ein Spaziergang durch die Altstadt an – ich habe da noch eine ganz besondere Idee.

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