Ich wurde bei Instagram bei einer 10-Fragen-Challenge markiert. Beim Beantworten habe ich dann gemerkt, dass die Antworten wahrscheinlich ziemlich viel darüber verraten, wie mein Kopf als Autorin eigentlich funktioniert, weshalb ich diesen Blogpost daraus gemacht habe.
Was inspiriert dich mehr: Regen, Schnee oder Sonnenschein?
Am meisten inspiriert mich der Wechsel — das Hin-und-Her zwischen Regen und Sonnenschein, am liebsten mit Regenbogen als Bonus. Ich lebe im Siegtal, und morgens liegt hier oft Nebel über dem Hügel gegenüber meinem Fenster. Es sieht dann wirklich verzaubert aus, so als hätte jemand eine andere Welt darübergelegt. Wer weiß, welche Gestalten sich dort herumtreiben? Für mich als Autorin sind solche Gedanken kein Zufall, denn solche Momente sind direktes Rohmaterial.
Welche Serie oder welcher Film spiegelt am ehesten deine Geschichte wider?
Ganz klar: die Constantine-Serie beziehungsweise Legends of Tomorrow, wo Matt Ryan die Figur weitergeführt hat. Seine Darstellung von John Constantine hat mich erst auf die Idee gebracht, die Hüterin-Reihe zu schreiben. Danach ist es wohl eine Mischung aus Charmed und Supernatural — magische Welt, persönliche Kosten, kein einfaches Gut-und-Böse.

Welcher Rat hat dir am meisten geholfen?
Schreib den ersten Entwurf einfach runter. Korrigieren kann man immer noch. Aber nur, wenn da auch etwas steht! Das klingt simpel, und trotzdem vergesse ich es manchmal noch.
Welche Musikrichtung wäre dein Buch?
Musik spielt in der Hüterin-Reihe eine wichtige Rolle. Alex und Rafael sind bekennende Robbie-Williams-Fans — sie waren sogar bei einem seiner Konzerte. Erik dagegen hört Gothic und Mittelalterrock, vor allem In Extremo. Was meine persönliche Präferenz ist,: Ich war selbst schon bei einem In-Extremo-Konzert auf dem Ehrenbreitstein — und würde das jedem Robbie-Williams-Konzert vorziehen.
Übrigens habe ich eine Playlist auf Spotify, die die Stimmung der Reihe einfangen soll. Sie basiert zu großen Teilen auf Constantine-Fan-Videos, weshalb sich dort auch Taylor Swift wiederfindet. Die Hüterin-Welt ist eben vielfältiger, als man zunächst denkt.
Wenn dein Laptop sprechen könnte — würde er motivieren, lachen, anschreiben oder kündigen?
Er würde schreien: Schreib endlich weiter! Also: motivieren — aber mit einer gewissen Verzweiflung in der Stimme.
Woran merkst du, dass eine Idee mehr ist als nur ein kurzer Gedanke?
Wenn sie mich länger als fünf Minuten festhält. Und wenn ich immer wieder zu ihr zurückkomme, ohne dass ich es bewusst entscheide. Sie ist dann einfach plötzlich wieder da, beim Malen, beim Spaziergang, kurz vor dem Einschlafen. Das ist für mich das Zeichen.
Welches Tier oder Wesen beschreibt am besten deinen inneren Kritiker?
Mittlerweile ein Faultier — und das meine ich als Kompliment an mich selbst. Ich lasse nicht zu, dass es wieder in die Gänge kommt. Das war nicht immer so.
Wenn deine Kreativität ein Pokémon wäre — welches?
Evoli. Was auch mein Lieblingspokémon ist. Es ist neugierig, verspielt, rennt in alle Richtungen und probiert alles aus. Und es hat diese Offenheit, sich in verschiedene Richtungen weiterzuentwickeln, je nachdem, was gerade gebraucht wird. Das trifft es ziemlich genau.
Wo fühlst du dich beim Schreiben am ehesten wie eine Autorin: Bett, Café, Chaos-Schreibtisch oder ganz woanders?
Ich habe das Glück, dass ich überall schreiben kann — genauso wie ich überall schlafen kann, was vielleicht kein Zufall ist. Das Gefühl, eine Autorin zu sein, sitzt nicht in einem bestimmten Ort. Es ist in mir drin, unabhängig davon, ob ich am Schreibtisch sitze oder im Zug.

Wenn Schreiben ein Ort wäre — wie würde er aussehen?
Eine Bibliothek. So stelle ich mir meine Ideen, Geschichten und Figuren vor: irgendwo eingelagert, wartend, erreichbar — wenn auch nicht immer sofort auffindbar. Und sie wäre ziemlich chaotisch, das muss ich zugeben. Kein Zettelkasten, keine Ordnung nach System. Eher das Gefühl, dass sich alles irgendwie kennt.
